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Zuhoeren und zusehen
Seit jeher gehören akustische Reize zu
jenen Phänomenen, die uns Menschen beeinflussen und faszinieren. In aufeinander folgenden
Verarbeitungsstufen extrahiert unser Gehör dabei die Merkmale, die erforderlich sind, um
eine komplexe akustische Umgebung, vor allem in Räumen mit schallreflektierenden Wänden,
zu analysieren. Diese grundlegenden Aspekte des Hörens in Räumen sind uns allen
gemeinsam. Dennoch ist das Hören an sich auch eine sehr subjektive Wahrnehmung. Dies gilt
vor allem für das Hören von Musik und Ton. So ist die klangliche Qualität, die man von
einem Instrument oder von Wiedergabegeräten erwarten kann nichts Absolutes, sondern etwas
Raumabhängiges.
Wird die akustische Welt durch einen
optischen Reiz ergänzt, erschließen sich uns neue Erfahrungen, die maßgeblich auch von
diesen optischen Einflüssen gesteuert werden. Das Zusammenspiel beider Reize beeinflußt
unsere Reaktionen, Bewegungen und Gefühle.
Heute jedoch prägen
häufig nicht akustische und optische Reize, sondern gedankenlose Lärmbelastung und
optische Reizüberflutung unseren Alltag. Das Gespür für die sinnliche Wahrnehmung
unserer Umgebung geht langsam verloren. Um so wichtiger ist die Möglichkeit des bewußten
Rückzugs in selbstbestimmte Nischen eine Erlebnis- und Entspannungsreise für
unsere Sinne. Die Gestaltung von Räumen zum Hören und Sehen leistet hier einen
wesentlichen Beitrag.
w vier beschäftigt sich
seit langem mit "Räumen zum Hören"; in den vergangenen Jahren zunehmend
auch "zum Sehen". Die Weiterentwicklung in den Bereichen der Mehrkanaltechnik -
Schlagworte Multimedia und Homecinema - oder Multiroomsysteme haben auch die Bedürfnisse
dieser spezifischen Räume verändert. Neben den besonderen technischen Bedingungen sind
nun auch die gestiegenen ästhetischen Anforderungen zu erfüllen. |